Bericht unseres Zunftmeisters Tom Huber
Am 29. November 2025 traf sich die stolze Heinerich-Wirri-Zunft zue Arau der Stadt im gemütlich-kellerigen Schützen zum legendären Vor-Vortrunk. Flankiert von hochwohlweisen Gästen aus verschiedensten Zünften, wie der Hilari Zunft zu Olten, der Zunft zur Schiffleuten Zürich, der Zunft zur Sankt Cordula Baden und der Narro-Altfischerzunft 1386 Laufenburg. Schon da war klar: Das wird kein Abend für schwache Lebern.
Nach dem Apéro, der eher ein geheimer Belastungstest für die gute Sitte war, begann das Festessen mit einer Vorspeise, die so saumässig wild war, dass selbst der Nüssli-Salat kurz gezuckt hat.
Zunftmeister Jörg Walther richtete ein feines Grusswort an die Schar, bevor Statthalter Urs Schmid die Teilnehmerliste in Gedichtform vortrug – ein literarisches Kunststück, das vermutlich mehr Reime enthielt als der Duden empfiehlt.
Schreiber Florian Riniker setzte noch einen drauf und sang gleich das gesamte Protokoll des letzten Herbstbotts – ein musikalischer Rückblick, der beweist: Amtsberichte können Spass machen, wenn man sie nur laut genug singt.
Beim Wildessen ging’s weiter, und als die „Zunft am Stadtbach“ auftrat, erklärten Tom Huber und sein Statthalter Rolf Fischer in Reimen, dass die Heinerich-Wirri-Zunft bald durch KI ersetzt würde. Gerüchten zufolge hat ChatGPT bereits höflich abgelehnt…
Mit grossformatigen Bildern und tosendem Applaus ging es weiter.
Nach Käse und weiteren Kalorien erschien Hans-Kaspar Scherrer, CEO der Eniwa Energieversorgung, und erzählte die „Historia über Röhren im Untergrund“ – vermutlich das einzige Thema, welches sogar das Wildschwein sprachlos machte.
Es folgten die traditionellen Ansprachen der Gastzünfte, bevor das Pritschenvolk mit einem Rap auftrat, der selbst den Pritschenmeister Ueli Maurer zum rhythmischen Kopfnicken zwang. Pubertäre Forderungen wurden gestellt – bis der erlösende Vorhang dem üblen Sprachgesang Einhalt gebot.
Zum süssen Finale gab es eine Schoggi-Haselnuss-Schnitte, und nach dem letzten Grusswort von Jörg Walther wurde als krönender Abschluss noch «Wienerli mit Brot» gereicht – weil kein Zunftabend endet, bevor jemand fragt: „Händ ihr no Meerrettich?“